„Otto und Elise Hampel – Karte bitte wandern lassen“

13.10.2018  bis 27.1.2019
Ausstellung „Otto und Elise Hampel – Karte bitte wandern lassen“

zwischen 1940 und 1942 haben Otto und Elise Hampel, ein Berliner Arbeiterehepaar, mit Postkarten und Flugschriften zum Widerstand gegen das Nazi-Regime und zur Beendigung des Krieges aufgerufen. Beim Ablegen einer Postkarte in einem Wohnhaus wurden sie beobachtet und denunziert. Die Nazi-Justiz verurteilte sie zum Tode; Otto und Elise Hampel wurden im April 1943 in Berlin-Plötzensee mit dem Fallbeil hingerichtet.

Im Mittelpunkt der Ausstellung „Otto und Elise Hampel – Karte bitte wandern lassen!“ stehen fotografische Reproduktionen von Original-Postkarten und Flugschriften, die aus überlieferten Gestapo-Akten stammen.

Wer waren Otto und Elise Hampel? Die Ausstellung informiert und würdigt ihren Widerstand „von unten“. Christian Winterstein, Kurator der Ausstellung, möchte daran erinnern, dass es Menschen gegeben hat,die in einer gesellschaftlichen Umgebung, die geprägt war von Anpassungsdruck und barbarischer Herrschaft, das Empfinden für Gerechtigkeit nicht verloren haben; die allein und auf sich gestellt, den Mut und die Hoffnung gefunden haben, praktisch Widerstand zu leisten.

Die Ausstellung wird von der Hans-Fallada-Gesellschaft auf Wanderschaft geschickt, was kein Zufall ist. Hans Fallada verarbeitete das Schicksal der Hampels literarisch in seinem Roman „Jeder stirbt für sich allein“ (posthum 1947 erschienen).

Die Ausstellung hingegen hält sich ganz an die Wirklichkeit und fragt: Was können wir heute von den Hampels lernen? Das Publikum hat die Möglichkeit zur Reflexion, indem es eigene Gedanken auf Postkarten schreiben kann, die zum Ende der Ausstellung präsentiert werden.

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